Pressestimmen

zu INSIDE OUT: längerer Artikel in Kunstmagazin „Revisa Arte“ (engl.)  http://revistaarta.ro/en/sound-distribution-of-common-goods/ (Sept. 2017)

TV-Report im rumänischen Fernsehen: http://stiri.tvr.ro/instalatii-de-arta-sonora-in-centrul-vechi-al-capitalei–ce-spun-burlanele–pietrele—i-bancile-atunci-cand-vorbesc_822384_video_152882.html#view (14. Sept 2018)

zu „Ginsterdings“ – „tolle Idee“, Barbara Gerland, DeutschlandRadio Kultur, Kurzstrecke, 30.3. 2015

zu „organ and objects“
„fascinating…some what avant-garde but still appealed to one’s sense of sound“   (Grant March, Inside Cork, Irland, April 27th 2014)

“…artista alemana, Antje Vowinckel, una importante representante de la composition radiofonica contemporánea..”(Cazar Truenos, www.mixcloud.com/cazartruenos/cazar-truenos-programa-no-26-18-07-2012-especial-ars-sonora-25-anos)

“…Vowinckel ist leider keine Genre-Bezeichnung.” (Walter Filz)

“Möglicherweise ist das sogar ihr Haupt-Thema: das Eigenleben und die Eigenlogik der Dinge, wie sie sich verwandeln und vermehren und wie sie sich als bedeutsam aufspielen. Wie die Dinge tun, als seien sie Indizien. Und wie ihnen Antje  Vowinckel den Gefallen tut, sie als Indizien zu nehmen. Für etwas, was der Fall ist.”  (Walter Filz in: Geschichte und Ästhetik des Radiofeatures, Rendsburg 2010)

PRESSESTIMMEN zu Kurze Interviews mit fiesen Männern

David Foster Wallace als großes Klangexperiment:
Was schon als Text zugleich bedrückend und faszinierend ist, hat Antje Vowinckel (..) noch einmal gesteigert durch die Überlagerung mit einer mutig dissonanten Klangkomposition, die sich vor dem Unerträglichen nicht drückt.”— Oliver Jungen, FAZ

…Antje Vowinckel hat aus diesen eigenwilligen Geständnissen ein Hörspiel von bezwingender Sogwirkung geschaffen.
hr2-bestenliste, Januar 2011

(….)das konzentrierte, wunderbar kraftvolle, mit dem Willen zur Perfektion produzierte Hörspiel…

Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 10. Dezember 2010

…Kongenial ist diese Umsetzung vor allem deswegen, weil sie eben nicht eins zu eins nach der Vorlage arbeitet, weil hier nicht alles schön der Reihe nach buchstabengenau abgelesen wird. Die innere Spannung dieser Prosa wird vielmehr als Stimmengewirr inszeniert; sparsame Musik- oder eher Klangakzente strukturieren ein Tableau aus Sprachfetzen, Monologen und Dialogstücken.
Nun hätte das alles leicht zu einer höchst langweiligen Schauvorführung in Sachen Dekonstruktivismus werden können. Antje Vowinckel entgeht dieser Gefahr, indem sie geschickt die Schwimmbaderzählung „Für immer ganz oben“, die hoch hinauf auf die einsame Höhe eines Sprungturmbrettes führt, aufsplittert, so dass von Anfang an eine zusätzliche Binnenspannung entsteht.
Jens Sparschuh im Tagesspiegel, 15. 1. 2011

ein akustisches Abenteuer (…)  kongenial ins akustische Medium transferiert.
Christel Wester in: WDR – Passagen, 16. 12. 2010

…..Wie auch immer, „kurze Interviews mit fiesen Männern“ macht auf jeden Fall richtig Spaß. Auch, weil die Texte lebendig in ein experimentelles Hörspiel mit vielen verschiedenen Stimmen, Klangcollagen und Musik verpackt sind:

rbb/RadioFritz, 12. 1. 2011

Antje Vowinckel ist zuständig für Regie und den Klang und ist für die eher außergewöhnliche Vorlage ebenso ungewöhnliche Wege gegangen. Die Geräusche sind oft unharmonisch und unterbrechen die Reden von den Männern, sind aber abstrakt und haben nichts mit der Geschichte an sich zu tun. Die Musik ist dabei passenderweise ebenso experimentell und sträubt sich ein wenig, eine sanfte Untermalung zu bieten. (…) Fazit: Das Hörstück ist experimentell und somit vielleicht nicht jedermanns Geschmack. An schwarzem Humor und einer gewissen augenzwinkernden Wahrheit mangelt es aber keinesfalls.

www.Literaturforum.de 12. 11. 2010

Konsequenterweise bleiben auch im Hörspiel, wie in Wallace Buch, die Fragen der unsichtbaren Gegenüber gänzlich unausgesprochen; werden hier durch ein Rauschen ausgeblendet. Die Konzentration des Hörers liegt dadurch ganz auf der Person des Interviewten und wird nicht von außen manipuliert.

(hoerbuch-blog.dom, 3. 1. 2011)

….Regisseurin Antje Vowinckel, die auch für die Komposition der Musik verantwortlich zeichnet, verwandelt die schwierigen Texte des Autors über Männerschicksale in ein Tongeflecht, das in seiner Radikalität zwar nicht leicht zu konsumieren ist, sich aber mit dem ästhetischen Anliegen von Foster Wallace deckt.

….Das Hörspiel von Antje Vowinckel will provozieren und schafft es auch. Sowohl durch Wallace Inhalt als auch durch Vowinckels kantige Interpretation. Sicher nichts für die große Masse der Hörspielhörer, wohl aber für die Liebhaber von außergewöhnlichen, künstlerischen Umsetzungen.

Nico Steckelberg in www.der-hoerspiegel.de, 26. 12. 2010.

…Das Hörbuch ist knapper geraten und durchweg unterhaltsam. Müdigkeit kommt da nicht auf. Das mag zum Teil auch an der durchaus gewagten akustischen Umsetzung liegen. Bearbeiterin, Regisseurin und Klangkomponistin Antje Vowinckel hat zahlreiche, teils etwas gewöhnungsbedürftige Soundeffekte eingestreut. Mal sind es Geräusche, die an alte Drucker erinnern, teils wirres Gezupfe oder absichtlich primitive Melodien, die ebenso mechanisch anmuten, wie der eine oder andere der fiesen Kerle. Das ist in sich schlüssig, untermalt den Text mit treffenden Geräuschbildern und gibt Struktur.
Dr. Randy Weinheimer in www.titel-magazin.de, 12.12. 2010

Weitere Presse-, Autoren, Hörerstimmen:

Christina Kubisch über Terra Prosodia

Vieles verschwindet und findet erst dann Aufmerksamkeit: Bilder. Texte, Töne erscheinen in Archiven, in audio-visuellen Dokumentationen, im Netz.

Aber die Archivierung des nicht mehr lebendig Existierenden ist einseitig, wenn nicht manchmal sogar absurd oder naiv. Sprache kann nur lebendig und interessant bleiben, wenn sie täglich gesprochen wird. Wenn sie im Wandel begriffen bleibt, von verschiedenen Personen artikuliert wird, wenn sie Sachverhalte, Informationen, Gedanken und   Emotionen etc. verbal beschreibt und weitergibt.

Antjes Vowinckels Terra Prosodia macht glücklich und traurig zugleich.Die Musikalität der Sprache kommt durch die melodiöse Bearbeitung noch stärker ins Bewusstsein als beim bloßen Anhören einer unbekannten Sprache. Man bewundert deren Schönheit und Komplexität. Man wünscht sich unwillkürlich, selbst eine dieser Sprachen sprechen zu können. Um sie nicht den Archivaren und Sprachwissenschaflern zu überlassen, sondern an die Menschen weiterzugeben, die sie auch in Zukunft benutzen werden.

In Terra Prosodia gelingt Antje Vowinckel eine wunderbare Mischung aus einem politisch wichtigen Thema, einem formal überzeugendem Verlauf und einem subtilen hintergründigem Humor, die man in dieser Kombination selten findet. Wenn man den Stimmen gelauscht hat, hört man auch im eigenen Alltag Sprache anders.

Felicia Zeller über Gespräche mit Astronauten:

Das “Gespräche mit Astronauten”-Hörspiel ist ganz großartig geworden. Die Leier-Gesänge sind großartig. Das ganze ist sehr lebendig und hat mich beim Mithören im Internet sehr erfreut.“

Ron Winkler über Torp: „ tollp“

Falk Richter über nothing hurts:

Ich habe eben das Hörspiel gehört und bin sehr begeistert“! Ich finde, dass hier die Regisseurin mit den Sprechern einen Ton und eine Stimmung getroffen haben, die ich absolut richtig und stimmig für meine Texte finde. Besonders Sascha Icks hat genau diese insentimentale Kühle und Verletzbarkeit und besonders den ersten Teil Winter Ateilier und den SChluß Klinik Alles auch finde ich absolut gelungen, sehr intensiv, eine angenehme kühle Emotionalität. Ja, und auch der Chill Out Text ist wirklich sehr schön performed von Marcus Calvin. Die sounds gefallen mir sher gut, da sie meistens eine Klangsphäre schaffen, die die Ebene des Textes, die so an die Grenzbereiche zwischen Rauschen und Psychose herangeht, zum Schwingen bringen. Ja, also sehr gelungen, und Jule ist natürlich in Caiphirinha hervorragend.

Der Schlüssel

Antje Vowinckel hat die in überraschenden Perspektivwechseln vorgebrachten Bekenntnisse zurückhaltend inszeniert und mit comicartig stilisierten Geräuschminiaturen eigene rhythmische Marken gesetzt. Die Wiederholung vordergründig harmloser Abläufe, durch die Betrug, verbotene Leidenschaft und der Zusammenbruch der Beziehung jedoch ganz offensichtlich und unaufhaltsam ihren Lauf nehmen, findet ihre akustische Entsprechung in verknappten, jeweils nur kurz angerissenen Handlungspartikeln, die so klingen, als würden Tischgespräch oder Geschlechtsakt von Aufziehpüppchen ausgeführt.

Frank Kaspar in der FAZ, 8. 5. 2003

Gimps und Gurken:   „höchst unterhaltsam“, Frank Olbert, FAZ, 8. 9. 01

Hörer-Email an SFB:

An die Autorin, die Programmverantwortlichen und alle Interessierten:

Selten so gebannt bei einer Radio-Sendung vor den Lautsprechern gesessen.
Die Möglichkeiten des Mediums voll ausgeschöpft: o-Ton-Interviews, Klänge, Laute, Hintergedanken aus dem Off, alles wie in einem großen sinfonischen Chor zusammengefügt. Ein kompliziertes und abstraktes Thema „zum Greifen nahe“ ans Ohr gebracht; durch einfachen Satzbau, Wiederholungen, unterstützende Höreindrücke. Informationen lautmalerisch vermittelt. Eine Sinfonie. Falls es so etwas wie einen Feature-Preis im deutschen Hörfunk gibt, schlage ich den Beitrag von Antje Vowinckel dringend dafür vor.

Danke für diese unverhoffte Bereicherung am Samstagmorgen! Die üblichen Erledigungen mußten erstmal warten.
Eine Hörerin an den SFB

Ist Marvin Dash Lowtec, ist Lowtec Korsakov? (Feature von Anne König)
König und Vowinckel setzen viele der angesprochenen Techniken auch als Darstellungsmittel ein und bringen solchermaßen die journalistische Form und das Thema in Einklang. Ihr Feature kann als kleines Meisterstück zeitgemäßen Kulturradios gelten. Die Sachgeschichte ist hier Vehikel für gestalterischen Witz. Damit erbringen König und Vowinckel den Beweis, dass akustische Kunst mehr als eine Randerscheinung im Programm und Experimentierfeld von Kellerkindern ist.

Markus Collalti, FAZ 14. 2. 2002