Galapagos-Kreuzblende

Galapagos-Kreuzblende. Klangkomposition und Installation

Mit Frank D. Steinheimer, Ornithologe an der Universität Halle-Wittenberg

Produktion SWR 2017, Länge 36 Minuten

Realisation und Komposition: Antje Vowinckel

Das Stück simuliert eine 36-minütige Kreuzblende zwischen Feature und Klangkunst. Die Verwandlung geschieht sehr langsam.
Steinheimer spricht – ausgehend von den Galapagos-Inseln- über Artenbildung bei Vögeln und erklärt, wie neue Arten durch das Hören falscher Gesänge entstehen können. Die Originalaufnahmen von Finken aus dem Macauly Archiv, verselbständigen sich nach und nach und formieren sich zu musikalischen Texturen. Virtuelle Instrumente übernehmen die echten Vogelstimmen. Sie werden zur Projektionsfläche für imaginäre Arten und offene Fragen. Später steht auch die Evolution des Menschen zur Debatte. Steinheimer thematisiert die menschlichen Eingriffe in die eigene Keimbahn und erklärt, dass genetische Fehlbildungen für zukünftige klimatische Veränderungen einen Sinn haben. Bevor er seinen Erklärungen aber zu Ende bringt, wird er selbst klanglich verändert und verschwindet peu à peu. Die Entstehung von Arten vollzieht das Stück also auch selbst. Es entsteht am Ende ein Radio-Hybrid, der sich als neue Art/ neues Genre, nicht fortpflanzen wird….

Ursendung der Radioversion: 5.12. 2017 SWR 2

Galapagos-Kreuzblende. Mehrkanal-Installation

Daneben gibt es eine mehrkanalige Installationsversion. Diese nimmt den dystopischen Aspekt des Stückes auf. Das Bild der scharzen Eier in den sieben Lautsprechern bildet eine Metapher für die Arten- und Klangmutation. 

Präsentationen:

DokKa-Festival, Karlsruhe, Juni 2018

Dystopia-Festival, Berlin, September 2018