Presse

„…artista alemana, Antje Vowinckel, una importante representante de la composition radiofonica contempor√°nea..“(Cazar Truenos, www.mixcloud.com/cazartruenos/cazar-truenos-programa-no-26-18-07-2012-especial-ars-sonora-25-anos)

„…Vowinckel ist leider keine Genre-Bezeichnung.“ (Walter Filz)

„M√∂glicherweise ist das sogar ihr Haupt-Thema: das Eigenleben und die Eigenlogik der Dinge, wie sie sich verwandeln und vermehren und wie sie sich als bedeutsam aufspielen. Wie die Dinge tun, als seien sie Indizien. Und wie ihnen Antje¬† Vowinckel den Gefallen tut, sie als Indizien zu nehmen. F√ľr etwas, was der Fall ist.“¬† (Walter Filz in: Geschichte und √Ąsthetik des Radiofeatures, Rendsburg 2010)

PRESSESTIMMEN zu Kurze Interviews mit fiesen Männern

David Foster Wallace als großes Klangexperiment:
Was schon als Text zugleich bedr√ľckend und faszinierend ist, hat Antje Vowinckel (..) noch einmal gesteigert durch die √úberlagerung mit einer mutig dissonanten Klangkomposition, die sich vor dem Unertr√§glichen nicht dr√ľckt.‚ÄĚ‚ÄĒ Oliver Jungen, FAZ

…Antje Vowinckel hat aus diesen eigenwilligen Geständnissen ein Hörspiel von bezwingender Sogwirkung geschaffen.
hr2-bestenliste, Januar 2011

(….)das konzentrierte, wunderbar kraftvolle, mit dem Willen zur Perfektion produzierte H√∂rspiel…

Jens Bisky, S√ľddeutsche Zeitung, 10. Dezember 2010

‚ĶKongenial ist diese Umsetzung vor allem deswegen, weil sie eben nicht eins zu eins nach der Vorlage arbeitet, weil hier nicht alles sch√∂n der Reihe nach buchstabengenau abgelesen wird. Die innere Spannung dieser Prosa wird vielmehr als Stimmengewirr inszeniert; sparsame Musik- oder eher Klangakzente strukturieren ein Tableau aus Sprachfetzen, Monologen und Dialogst√ľcken.
Nun h√§tte das alles leicht zu einer h√∂chst langweiligen Schauvorf√ľhrung in Sachen Dekonstruktivismus werden k√∂nnen. Antje Vowinckel entgeht dieser Gefahr, indem sie geschickt die Schwimmbaderz√§hlung ‚ÄěF√ľr immer ganz oben‚Äú, die hoch hinauf auf die einsame H√∂he eines Sprungturmbrettes f√ľhrt, aufsplittert, so dass von Anfang an eine zus√§tzliche Binnenspannung entsteht.
Jens Sparschuh im Tagesspiegel, 15. 1. 2011

ein akustisches Abenteuer (…)  kongenial ins akustische Medium transferiert.
Christel Wester in: WDR ‚Äď Passagen, 16. 12. 2010

‚Ķ..Wie auch immer, ‚Äěkurze Interviews mit fiesen M√§nnern‚Äú macht auf jeden Fall richtig Spa√ü. Auch, weil die Texte lebendig in ein experimentelles H√∂rspiel mit vielen verschiedenen Stimmen, Klangcollagen und Musik verpackt sind:

rbb/RadioFritz, 12. 1. 2011

Antje Vowinckel ist zust√§ndig f√ľr Regie und den Klang und ist f√ľr die eher au√üergew√∂hnliche Vorlage ebenso ungew√∂hnliche Wege gegangen. Die Ger√§usche sind oft unharmonisch und unterbrechen die Reden von den M√§nnern, sind aber abstrakt und haben nichts mit der Geschichte an sich zu tun. Die Musik ist dabei passenderweise ebenso experimentell und str√§ubt sich ein wenig, eine sanfte Untermalung zu bieten. (‚Ķ) Fazit: Das H√∂rst√ľck ist experimentell und somit vielleicht nicht jedermanns Geschmack. An schwarzem Humor und einer gewissen augenzwinkernden Wahrheit mangelt es aber keinesfalls.

www.Literaturforum.de 12. 11. 2010

Konsequenterweise bleiben auch im H√∂rspiel, wie in Wallace Buch, die Fragen der unsichtbaren Gegen√ľber g√§nzlich unausgesprochen; werden hier durch ein Rauschen ausgeblendet. Die Konzentration des H√∂rers liegt dadurch ganz auf der Person des Interviewten und wird nicht von au√üen manipuliert.

(hoerbuch-blog.dom, 3. 1. 2011)

‚Ķ.Regisseurin Antje Vowinckel, die auch f√ľr die Komposition der Musik verantwortlich zeichnet, verwandelt die schwierigen Texte des Autors √ľber M√§nnerschicksale in ein Tongeflecht, das in seiner Radikalit√§t zwar nicht leicht zu konsumieren ist, sich aber mit dem √§sthetischen Anliegen von Foster Wallace deckt.

‚Ķ.Das H√∂rspiel von Antje Vowinckel will provozieren und schafft es auch. Sowohl durch Wallace Inhalt als auch durch Vowinckels kantige Interpretation. Sicher nichts f√ľr die gro√üe Masse der H√∂rspielh√∂rer, wohl aber f√ľr die Liebhaber von au√üergew√∂hnlichen, k√ľnstlerischen Umsetzungen.

Nico Steckelberg in www.der-hoerspiegel.de, 26. 12. 2010.

‚ĶDas H√∂rbuch ist knapper geraten und durchweg unterhaltsam. M√ľdigkeit kommt da nicht auf. Das mag zum Teil auch an der durchaus gewagten akustischen Umsetzung liegen. Bearbeiterin, Regisseurin und Klangkomponistin Antje Vowinckel hat zahlreiche, teils etwas gew√∂hnungsbed√ľrftige Soundeffekte eingestreut. Mal sind es Ger√§usche, die an alte Drucker erinnern, teils wirres Gezupfe oder absichtlich primitive Melodien, die ebenso mechanisch anmuten, wie der eine oder andere der fiesen Kerle. Das ist in sich schl√ľssig, untermalt den Text mit treffenden Ger√§uschbildern und gibt Struktur.
Dr. Randy Weinheimer in www.titel-magazin.de, 12.12. 2010

Weitere Presse-, Autoren, Hörerstimmen:

TERRA PROSODIA

Terra Posadia ist aus einer herzerfrischenden Idee erwachsen, √ľberzeugt √§sthetisch auf ganzer Linie und √∂ffnet zudem Raum f√ľr konzeptuelle und letztlich politische Fragen. Mehr ist nicht zu sagen. (steroid)

freiStil. Magazin f√ľr Musik und Umgebung, Wien

In Terra Prosodia¬† gelingt¬† Antje Vowinckel eine wunderbare Mischung aus einem politisch wichtigen Thema, einem¬† formal √ľberzeugendem Verlauf und einem subtilen hintergr√ľndigem Humor, die man in dieser Kombination selten findet. Wenn man den¬† Stimmen gelauscht hat, h√∂rt man auch im eigenen¬† Alltag Sprache anders. (Christina Kubisch)

Felicia Zeller √ľber Gespr√§che mit Astronauten:

Das ‚ÄúGespr√§che mit Astronauten‚ÄĚ-H√∂rspiel ist ganz gro√üartig geworden. Die Leier-Ges√§nge sind gro√üartig. Das ganze ist sehr lebendig und hat mich beim Mith√∂ren im Internet sehr erfreut.‚Äú

Ron Winkler √ľber Torp: ‚Äě tollp‚Äú

Falk Richter √ľber nothing hurts:

Ich habe eben das H√∂rspiel geh√∂rt und bin sehr begeistert‚Äú! Ich finde, dass hier die Regisseurin mit den Sprechern einen Ton und eine Stimmung getroffen haben, die ich absolut richtig und stimmig f√ľr meine Texte finde. Besonders Sascha Icks hat genau diese insentimentale K√ľhle und Verletzbarkeit und besonders den ersten Teil Winter Ateilier und den SChlu√ü Klinik Alles auch finde ich absolut gelungen, sehr intensiv, eine angenehme k√ľhle Emotionalit√§t. Ja, und auch der Chill Out Text ist wirklich sehr sch√∂n performed von Marcus Calvin. Die sounds gefallen mir sher gut, da sie meistens eine Klangsph√§re schaffen, die die Ebene des Textes, die so an die Grenzbereiche zwischen Rauschen und Psychose herangeht, zum Schwingen bringen. Ja, also sehr gelungen, und Jule ist nat√ľrlich in Caiphirinha hervorragend.

Der Schl√ľssel

Antje Vowinckel hat die in √ľberraschenden Perspektivwechseln vorgebrachten Bekenntnisse zur√ľckhaltend inszeniert und mit comicartig stilisierten Ger√§uschminiaturen eigene rhythmische Marken gesetzt. Die Wiederholung vordergr√ľndig harmloser Abl√§ufe, durch die Betrug, verbotene Leidenschaft und der Zusammenbruch der Beziehung jedoch ganz offensichtlich und unaufhaltsam ihren Lauf nehmen, findet ihre akustische Entsprechung in verknappten, jeweils nur kurz angerissenen Handlungspartikeln, die so klingen, als w√ľrden Tischgespr√§ch oder Geschlechtsakt von Aufziehp√ľppchen ausgef√ľhrt.

Frank Kaspar in der FAZ, 8. 5. 2003

Gimps und Gurken:¬†¬† ‚Äěh√∂chst unterhaltsam‚Äú, Frank Olbert, FAZ, 8. 9. 01

Hörer-Email an SFB:

An die Autorin, die Programmverantwortlichen und alle Interessierten:

Selten so gebannt bei einer Radio-Sendung vor den Lautsprechern gesessen.
Die M√∂glichkeiten des Mediums voll ausgesch√∂pft: o-Ton-Interviews, Kl√§nge, Laute, Hintergedanken aus dem Off, alles wie in einem gro√üen sinfonischen Chor zusammengef√ľgt. Ein kompliziertes und abstraktes Thema ‚Äězum Greifen nahe‚Äú ans Ohr gebracht; durch einfachen Satzbau, Wiederholungen, unterst√ľtzende H√∂reindr√ľcke. Informationen lautmalerisch vermittelt. Eine Sinfonie. Falls es so etwas wie einen Feature-Preis im deutschen H√∂rfunk gibt, schlage ich den Beitrag von Antje Vowinckel dringend daf√ľr vor.

Danke f√ľr diese unverhoffte Bereicherung am Samstagmorgen! Die √ľblichen Erledigungen mu√üten erstmal warten.
Eine Hörerin an den SFB

Ist Marvin Dash Lowtec, ist Lowtec Korsakov? (Feature von Anne König)
K√∂nig und Vowinckel setzen viele der angesprochenen Techniken auch als Darstellungsmittel ein und bringen solcherma√üen die journalistische Form und das Thema in Einklang. Ihr Feature kann als kleines Meisterst√ľck zeitgem√§√üen Kulturradios gelten. Die Sachgeschichte ist hier Vehikel f√ľr gestalterischen Witz. Damit erbringen K√∂nig und Vowinckel den Beweis, dass akustische Kunst mehr als eine Randerscheinung im Programm und Experimentierfeld von Kellerkindern ist.

Markus Collalti, FAZ 14. 2. 2002