rochenununterbrochen. Eine automtische Stunde

WDR Studio Akustische Kunst 2007
Honorary mention Phonurgia Nova 2007
47’20’’

Eine Stunde Sprechen bzw. Singen ohne die geringste Pause – das war die Aufgabe fĂŒr zwanzig Personen, die sich jeweils allein zu Hause aufgenommen haben. Die Stimmen sollte immer zu hören sein, egal in welcher Weise. Ich wollte sie benutzen wie einen Musikautomat. Einmal “angeschaltet“ laufen sie non-stop weiter wie ein elektrisches GerĂ€t. Im Kopf der Sprecher drohen dabei stĂ€ndig StomausfĂ€lle“, Pausen und LĂŒcken, die es zu ĂŒberbrĂŒcken gilt, und dabei bietet sich die Wiederholung als erste Lösung an. Trotz aller Unterschiede gibt es daher auch eine gemeinsame Ästhetik. Alles spontane Ausprobieren und alle ExpressivitĂ€t wird durch diese Vorgabe in einen Strom gezwungen, wird beilĂ€ufiger, repetitiver und mechanischer. Hinzu kommen GerĂ€usche, die ebenfalls durch einen Anfangsimpuls und einen Automatismus gekennzeichnet sind, vor allem Kreiselbewegungen verschiedener Objekte auf unterschiedlichen Unterlagen. In den mechanischen Wiederholungen und Variationen dieser GerĂ€uschaufnahmen setzt sich die Ästhetik der Sprechströme fort, und die Aufmerksamkeit wird immer wieder auf ihren Entstehungsprozess gelenkt, der sich der allein der ÜberbrĂŒckung der Pause und der Suche nach dem nĂ€chsten Schritt verdankt.

Mit: Antonia Baehr, Sebastiano Ciurcina, Axel Dörner, Kai Fagaschinski, Fernanda Farah, Margareth Kammerer, Christian Kesten, Annette Krebs, Barbara Loreck, Chico Mello, Andrea Neumann, Ana Maria Rodriguez, Caroline Scholz, Britta Steffenhagen, Sabine von der Tann, Annouschka Trocker.