Ginsterdings

2014 | Ars Acustica, Hörspiel, Komposition,

Antje Vowinckel und Lubin

Ursendung: 30.3. Deutschlandfunk Kultur

Ginsterdings entstand während einer Residence (binaural nodar) in der Nähe von Viseu in Portugal. Ich bat alle Mitbewohner unseres Hauses, eine Sprechtour in der Gegend zu unternehmen, darunter auch den 6-jährigen Lubin aus England. Er stapfte los, ausgestattet mit einem Headset-Mikro und Aufnahmegerät. Es war Frühling und alles war gelb vom Ginster. Seine Aufgabe war nur: Sag, was Du siehst. Anschließend habe ich die gleiche Sprechtour gemacht.
Andere Klänge stammen von rostigen Toren und vergessenen, herumliegenden Dingen. Und auch die Modulation von Lubins Stimme findet sich mit Resonanzen im Klangteppich wieder. Nach und nach wandelt sich die Beobachtung des Alltäglichen in einen surrealen Klangraum.

(Das Stück ist zwar überwiegend auf Englisch, aber man braucht nur wenige Vokabeln:
goarse-Ginster, bramble bush-Brombeerstrauch, bracken- farn)